01.09.2025 11:40 Uhr | Lesezeit: 5 min
Tachographenpflicht ab 2026: Was beim Einsatz von Transportern jetzt beachtet werden sollte
Ab 1. Juli 2026 gilt die Tachographenpflicht auch für leichte Nutzfahrzeuge (Vans/Kleintransporter), wenn ihr zulässiges Gesamtgewicht inkl. Anhänger ≥ 2,5 t ist und sie im grenzüberschreitenden Güterverkehr eingesetzt werden. Für rein nationale Einsätze bleibt es bei den jeweiligen nationalen Regeln; eine Nachrüstung ist dann grundsätzlich nicht vorgeschrieben.
Für Unternehmen in Deutschland bedeutet das: Prozesse, Technik und Schulungen frühzeitig planen, idealerweise in Kombination mit bestehenden Prüf‑ und Wartungsintervallen.
Fahrzeuge ≥ 2,5 t bis 3,5 t, wenn grenzüberschreitend unterwegs.
Nicht betroffen: ausschließlich nationale Einsätze (ohne Grenzübertritt). Tipp: nationale Vorgaben prüfen und betrieblich sinnvoll regeln.
Wer ist betroffen?
Pflichten für Flottenbetreiber
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Einbau & Kalibrierung eines intelligenten Tachographen der 2. Version (z. B. DTCO 4.1/4.1a) gemäß Herstellervorgaben.
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Unternehmenssperre setzen (Unternehmenskarte), um unbefugte Datenentnahme zu verhindern.
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Datendownload & Archivierung: Fahrzeug‑ und Fahrerkartendaten regelmäßig auslesen und mind. 12 Monate sicher archivieren.
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Unterweisungspflicht: Fahrer arbeitsplatzbezogen in Bedienung und Regeln schulen.
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Mitführungspflicht: Bei Kontrollen müssen Fahrdaten für 56 Tage verfügbar sein.
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Compliance zu Entsendung, Kabotage, Arbeitszeit und nationalen Vorschriften sicherstellen.
Pflichten für Fahrerinnen und Fahrer
- Fahrerkarte rechtzeitig beantragen, mitführen und korrekt nutzen.
- Lenk‑, Ruhe‑ und Arbeitszeiten lückenlos erfassen; manuelle Nachträge bei nicht automatisch erfassten Tätigkeiten.
Herausforderungen realistisch planen
- Kapazitäten: Werkstatttermine frühzeitig buchen (idealerweise mit periodischer Tachoprüfung kombinieren).
- Kosten & Zeit: Einbau, Schulungen, Prozesse einplanen – Engpässe und Standzeiten durch gute Vorbereitung minimieren.
- IT & Daten: Archivierungs‑ und Auswertungsprozesse definieren (Zugriffsrechte, Datenschutz, Nachweisführung).
Nächste Schritte für Betriebe in Deutschland
- Fuhrpark prüfen: Welche Fahrzeuge/Einsätze sind betroffen?
- Zeitplan festlegen: Einbaufenster mit Wartung/Tachoprüfung koppeln.
- Schulungen/Unterweisungen terminieren (Dispo, Fahrer, Verwaltung).
- Archivierung & Prozesse aufsetzen (Downloads, 56‑Tage‑Mitführung, Auswertung).
- Werkstattpartner in Singen, Steißlingen, Villingen, Konstanz ansprechen und Slots sichern.
Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung! Rufen Sie uns an und wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung für Ihr Tachomanagement und das ganze Deutschlandweit.
Quelle: Continental





